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Der Landkreis Prignitz in Brandenburg blickt auf eine bewegte und lange Geschichte zurück. So gab es bereits im 9. und 8. Jahrhundert vor unserer Zeit hier Ansiedlungen, wie archäologische Funde beweisen. Bis etwa zum 6. Jahrhundert wurde die Prognitz von germanischen Stämmen besiedelt, die jedoch abzogen und den Raum den Slawen überließen. Nach Schlachten und Gebietskämpfen zogen im 10. Jahrhundert die Deutschen wieder endgültig in die Region. Zu dieser Zeit wurden auch die Bistümer Brandenburg und Havelberg gegründet. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Prignitz christianisiert und ihr Aufstieg begann. Die ersten Städte entstanden, Klöster wurden gebaut, die Region etablierte sich im Reichsgefüge.
Ab 1828 wurde die Prignitz auch verkehrstechnisch immer besser angebunden und so auch besser erreichbar. Auch der industrielle Fortschritt nahm hier seinen Lauf mit dem Bau der Ölmühle in Wittenberge und dem Braunkohletagebau in Gülitz. Im Jahr 1881 wurde die Prignitz auch an das Eisenbahnnetz angebunden. Im Zweiten Weltkrieg wurde Wittenberge zum Standort von Kriegsgefangenenlagern und auch zum Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg. Mit der Gründung der DDR verschwand auch die Einteilung in Länder. Die Region wurde in Kreise eingeteilt und zum Teil dem Bezirk Schwerin (heute in etwa das Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern), zum Teil den Kreisen Potsdam und Magdeburg zugeordnet. Nach einer Bürgerbefragung im Jahr 1990 wurde die Prignitz zum weitaus größten Teil brandenburgisch.
Im Wappen der Prignitz finden sich eine weiße Gans und ein schwarzer Wolf. Die Gans weist auf die Gans Edlen Herren zu Putlitz hin, die die gleichnamige Stadt zu ihrer Bedeutung brachten und die Besiedlung sowie Christianisierung förderten. Der Wolf steht für Pritzwalk. Außerdem findet sich auch Perleberg mit einer Perlenkette im Wappen.
Mit Stand vom 31. Januar 2009 verfügt der Landkreis Prignitz über knapp 84.000 Einwohner. Allerdings leidet die Region schon seit Jahren unter der Abwanderung vor allem junger Leute. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt zieht sie in die umliegenden Städte und Bundesländer, vor allem nach Berlin.
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