Meyenburg |
|
Das Städtchen Meyenburg befindet sich im Landkreis Prignitz am Flüsschen Stepenitz, der wiederum in die Elbe fließt. Darüber hinaus ist es Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes. Ursprünglich eine Ackerbürgerstadt, wurde Meyenburg 1285 aus einer Wasserburg gegründet und als Wasserburgstadt erstmals 1332 erwähnt. Im Jahr 1795 wurde die Stadt bei einem Brand zerstört. Auf diese Weise wurde es möglich, die Stadtmitte neu zu planen und einen Marktplatz zu bauen. Wegen des Brandes sind die ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser auch aus der Zeit nach diesem Brand. Älter hingegen ist die Kirche, die bereits im Mittelalter entstand. Ihr ältester Teil ist der Altarbereich. Der Turm wurde erst in den Jahren 1848 bis 1850 angebaut und steht frei auf einem Holzfundament. Der Dreißigjährige Krieg war für die gesamte Region der Prignitz eine Katastrophe. Nach seinem Ende war das Gebiet praktisch entvölkert, Meyenburg menschenleer. Im Jahr 1655 zählte ein Landreiter in der Stadt 44 Männer, 18 von ihnen kamen nicht ursprünglich aus Meyenburg. Nach und nach jedoch füllte sich die Stadt wieder und im 19. Jahrhundert siedelten sich auch die ersten Handwerker an. Zu DDR-Zeiten wurden sowohl Handwerk als auch Landwirtschaft wie überall verstaatlicht. Nach der Wende konnten die meisten Betriebe erhalten werden. Dazu gehört unter anderen auch das Meyenburger Möbelwerk, das heute noch einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region Meyenburg ist. Laut Angabe vom 31. Dezember 2008 leben in Meyenburg 2403 Einwohner. Mit dem 21. Juli 1999 wurde Meyenburg ein Wappen genehmigt. Es zeigt eine zweitürmige rote Burg mit einem geschlossenen blauen Tor, über dem ein Zweig wächst und ein schwarzer Vogel auffliegt. Es ist davon auszugehen, dass der Zweig einen Birkenzweig und der Vogel einen Frühlingsverkünder darstellen soll. Zumindest schließen Heraldiker aus, dass der Vogel eine abgewandelte Form des brandenburgischen Adlers oder gar der Putlitzer Gans verkörpert. Die größte touristische Attraktion Meyenburgs ist heute das Meyenburger Schloss, welches ein Modemuseum beherbergt. |