Schloss Meyenburg |
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Meyenburg, das kleine Städtchen in der Prignitz in Brandenburg, entstand nahe einer Wasserburg. Seine erste Erwähnung fand der Ort im Jahre 1285 durch die Markgrafen von Brandenburg, Otto V. und Otto VI. in einer von ihnen ausgestellten Urkunde. Es wird vermutet, dass sie auch die ersten Burgherren gewesen sind. Die Besiedlung der Region vorangetrieben haben vermutlich die Bischöfe von Havelberg. Der Name Meyenburg könnte soviel wie „Burg des Meinhart“ bedeuten und damit ein Indiz dafür sein, dass dieser Meinhart die Burg im Auftrag Havelbergs übernommen hat. Nach rund 100 Jahren unter der Herrschaft der Gans Edlen von Putlitz fiel Meyenberg 1319 an die Mecklenburger Fürsten. Die bewegte Geschichte des Mittelalters trieb zuweilen ganze Familien von einem Ende des Deutschen Reiches an das andere, und so fiel das Städtchen spätestens im Jahr 1364 an eine bayrische Adelsfamilie, die sich in der Prognitz ansiedelte und hier zu Wohlstand und ansehen gelangte. Diese Familie, die Rohrs, blieben sehr lange Burgherren und bauten die Burg um und aus. Aus der Burg wurde eine Wohnanlage, als die Familie sich spaltete, kam noch eine Wohnanlage hinzu. Otto von Rohr schließlich war es, der aus der umgebauten Burg im der Zeit von 1865 bis 1866 ein Schloss bauen ließ, das im Neorenaissance-Stil gehalten wurde. Der Berliner Architekt Friedrich Adler zeichnete hierfür verantwortlich. Hinzu kam außerdem ein Landschaftsgarten des Hofgärtners Finck. Der letzte von Rohr, Wichard, starb im Ersten Weltkrieg. Schon 1914 fiel er in einer der ersten Schlachten. Im Dritten Reich befand sich im Schloss eine Sportschule der SA sowie Abteilungen des Reichsarbeitsdienstes. Wie viele Schlösser und Gutshäuser wurde auch das Meyenberger Schloss nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zum Flüchtlingsort, später beherbergte es eine Schule, einen Kindergarten, Lehrerwohnungen, ein Internat sowie die Schulküche. In der Zeit von 1992 bis 2006 wurden Schloss und Park restauriert. Heute befindet sich hier neben dem Modemuseum auch das Heimatmuseum und die Bibliothek. |